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Mobile payment und NFC Communication gehört die Zukunft

Innovative Bezahlverfahren – bequemer, schneller, sicherer

 

In den letzten Jahren haben sich die Bezahlverfahren am Point of Sale im Handel rasant weiterentwickelt. Zum einen wird dem Kunden der Bezahlvorgang immer häufiger selber übertragen, zum anderen befinden sich innovative Bezahlverfahren, die dem Kunden den Weg durch die Kasse bequemer, schneller und sicherer gestalten, im Vormarsch. Wie der Entwicklungsstand bei den verschiedenen Lösungen wie z.B. Mobile Payment und NFC Communication derzeit ist, darüber wird die EuroCIS 2009, Europas führende Fachmesse für IT und Sicherheit im Handel, vom 10. bis 12. Februar nächsten Jahres in Düsseldorf, einen umfassenden Überblick verschaffen.

Bereits seit mehreren Jahren sind in vielen Handelsfilialen europaweit Self-Checkout – und Self  Scanning Systeme im Einsatz, die in den meisten Fällen auch ein selbständiges Bezahlen des Kunden vorsehen. Nahezu alle großen Kassenhersteller haben inzwischen ihre eigenen Lösungen im Markt etabliert, vielfach in Kooperation mit Zahlungssystemspezialisten. Als Beispiele seien hier die Systeme PayTower von Wincor Nixdorf und Pecuron von IBM genannt, an denen der Kunde sowohl mit Bargeld als auch per Karte bezahlen kann und die eine Bargeld-Recycling Funktion aufweisen.

Es zeichnet sich allerdings ab, dass diese Lösungen nur einen Zwischenschritt darstellen in Richtung völlig neuer Zahlungssysteme. Im Wettlauf um noch mehr Schnelligkeit und Bequemlichkeit am Checkout stehen momentan zwei Technologien im Mittelpunkt des Interesses: Kontaktlose Zahlungssysteme – etwa per Mobiltelefon – zum einen, biometrische Zahlungssysteme in Form des Fingerabdrucks zum anderen.

Bei kontaktlosen Zahlungen sind die für die Zahlungsabwicklung erforderlichen Daten in einem Chip gespeichert, der über kurze Distanzen (in der Regel weniger als 10 cm) kontaktlos mit einem Terminal kommunizieren kann. Dabei müssen Kunden oder Händler nicht mehr darauf achten, wie herum die Karte ins Terminal zu stecken ist. Der Kunde hält die Karte kurz vor das Kontaktlos-Terminal und erhält per Signalton und Info im Display die Rückmeldung, dass die Zahlung erfolgt ist. Als Träger von kontaktlosen Chips sind bereits heute neben herkömmlichen Kreditkarten auch Mini-Karten, Schlüsselanhänger und schließlich Handys im Einsatz.
Für Zahlungen mit Fingerabdruck muss der Kunde sich zuvor bei den Händlern mit seiner Bankverbindung registrieren lassen, die ihm diese Zahlungsart anbieten. Der Fingerabdruck selbst dient lediglich der schnellen, bequemen und dabei zuverlässigen Identifikation des Kunden.

Bereits seit einigen Jahren haben die großen Kreditkartenorganisationen kontaktlose Zahlungssysteme per Chip in ausgegebene Karten integriert. Die PayPass (MasterCard) und PayWave (Visa) Lösungen, bei denen der Kunde die Karte berührungslos über einen Reader zieht, sind heute an Tankstellen, in der Systemgastronomie (McDonalds und Starbucks), an Flughäfen und Snack-Automaten, aber bereits auch in einigen Supermärkten (Auchan) flächendeckend oder als Pilotversuch im Einsatz.

Als besonders vielversprechend für den Einsatz im Einzelhandel wird von vielen Experten die Near Field Communication (NFC) Technologie gesehen, die sich vor allem für die Integration in Mobiltelefone eignet. Das Mobiltelefon weist einen ausgesprochen hohen Verbreitungsgrad auf und ist aus der heutigen Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. „Eine besondere Rolle werden junge technik-affine Verbraucher spielen, die das Mobiltelefon als immer verfügbaren medialen Lebensmittelpunkt betrachten, der nicht nur zum Telefonieren und Fotografieren genutzt wird, sondern auch als zentraler Einkaufsbegleiter und –berater dient, der zum jederzeit und überall verfügbaren Medium der Bezahlabwicklung avanciert“, konstatiert Joachim Pinhammer, Marketing Director Retail Division bei Wincor Nixdorf. Entsprechend groß ist momentan das Interesse der Handelsunternehmen an den Einsatzmöglichkeiten von Mobile Payment per NFC. „Wir sehen uns als Vorreiter, um derartige innovative Lösungen über Standardschnittstellen wie O.P.I. oder EPAS in bestehende Lösungslandschaften des Handels zu integrieren und größtmöglichen Nutzen für den Händler zu erzeugen“, so Pinhammer.

Auch das Fingerprint-Payment hat sich in kurzer Zeit vor allem im deutschen Lebensmittelhandel ausgebreitet. Das Bezahlen per Fingerabdruck funktioniert in Deutschland derzeit an rund 600 Kassen in Geschäften, die der Edeka Südwest und der Edeka Hessenring angeschlossen sind, an rund 50 Kassen in Globus SB-Warenhäusern, in einigen kleineren Fachgeschäften sowie Real,- Future Store. Zum Einsatz kommt jeweils das System „DigiProof“ der IT-Werke aus dem badischen Lahr, welches inzwischen auch bei Albert Heijn in den Niederlanden getestet wird. Der Netzbetreiber Easycash bietet dieses System auch im Rahmen seiner Lösung Payeasy an. Hierzu Marcus W. Mosen, Geschäftsführer der Easycash GmbH: „Auf der EuroCIS 2009 präsentieren wir unser gesamtes Portfolio.  Dazu gehört auch das neue POS-Zahlverfahren Payeasy, das bereits im Handel eingesetzt wird: Es besteht aus den Modulen Fingerprint, easysignature und Mobile Payment.“

Beim Fingerprint-Payment ist momentan noch das Fehlen internationaler Standards problematisch sowie die Tatsache, dass jeder Händler die Fingerabdrücke seiner Kunden selber erfassen muss. Die Abrechnung/Autorisierung der Zahlvorgänge kann momentan nicht online unter Einbeziehung kreditwirtschaftlicher Prüfstellen erfolgen, da keine Schnittstelle zu den Banken existiert. Das Handelsunternehmen trägt somit auch das Risiko von Zahlungsausfällen ähnlich dem in Deutschland verbreiteten Lastschriftverfahren.

Befragt man die Anbieter, welche Technologien sich Ihrer Meinung nach in Zukunft durchwetzen werden, so fallen die Antworten alle ähnlich aus: „Die Entwicklung geht offenkundig hin zu noch komfortableren Verfahren; dabei spielt aber auch das Kriterium Sicherheit eine große Rolle. Von den neuen Zahlverfahren sollten so alle Beteiligten profitieren: Der Handel und auch die Endkunden“, meint Markus W. Mosen. Und Joachim Pinhammer prognostiziert: „Am ehesten werden sich kurz- bis mittelfristig wahrscheinlich NFC-basierende Verfahren etablieren. Echte Mobile Payment Lösungen – egal ob java-, SMS- oder browserbasiert – werden nur durch integrierte Lösungen interessant werden.“

Dr. René Schiller, Leiter Unternehmenskommunikation & Investor Relations der GK Software AG urteilt: „Wir gehen davon aus, dass langfristig NFC sich als Technologie für mobile payment & mobile couponing durchsetzen wird, weil der Prozess des Benutzens damit am einfachsten ist.“ Und erläutert: „Erfolgsrelevant wird es sein, dass der Kunde einen Mehrwert zusätzlich zum mobilen Bezahlen erhält. Unser Partner valuephone setzt z.B. auf die Integration als mobile Loyalty System, mit dem der Retailer in der Lage ist, eigene Bonusprogramme zu schalten und dem Endkunden Gutscheine auf dem Handy zur Verfügung zu stellen.“ Für den Kunden fällt somit eine Vielzahl an Kunden-Plastikkarten weg, Bonusprogramme können automatisiert beim Zahlvorgang eingelöst werden. Hierfür hat valuephone die NFC Lösung entwickelt, die als PlugIn in die GK/Retail-Suite der GK Software AG implementiert ist.“

Auf der EuroCIS 2009 können sich die Besucher einen umfassenden Eindruck über alle Einsatzmöglichkeiten innovativer Zahlungssysteme verschaffen. So werden die großen Lösungsanbieter wie IBM, Wincor Nixdorf oder SAP genauso wie die Zahlungssystemspezialisten TeleCash, Hypercom, Ingenico oder Easycash u.v.m. ein breites Spektrum an neuen Lösungen rund um NFC, Fingerprint & Co. präsentieren.

Die EuroCIS 2009 ist für Fachbesucher von Dienstag, 10.02.2009, bis Donnerstag, 12.02.2009, täglich von 10.00 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Die Tageskarte kostet 20 Euro (15 Euro im Online-Vorverkauf + Versand), das Zwei-Tages-Ticket 35 Euro (27 Euro im OVV + Versand). Studenten und Auszubildende zahlen 10 Euro. Alle Eintrittskarten beinhalten die kostenlose Hin- und Rückfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln des Personennahverkehrs (VRR). Weitere Informationen rund um die EuroCIS erhalten Sie im Internet unter http://www.eurocis.com/.

Ihr Presse-Kontakt:
Dr. Cornelia Jokisch, Melanie Dietrich
Tel.: +49 (0)211/4560-998/-999,
Fax: +49 (0)211/4560-8548
Email:

November 2008

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