Sie befinden sich hier: Presse-Service. Services & Information für Journalisten.
Services & Information für Journalisten
Deutscher Handel verzeichnet Rekordumsatz per Karte: 130 Milliarden Euro Plastikgeld
Der Kartenanteil an den Zahlungsarten im deutschen Handel steigt weiter, so eines der Ergebnisse der aktuellen Jahres-Erhebung „Zahlung und Kundenbindung per Karte“ des EHI Retail Institute, Köln. Bei einem Gesamt-Einzelhandelsumsatzes von 360 Mrd. Euro (ohne Kfz, Mineralöl, Apotheken, Versandhandel) wurde in Deutschland in 2008 mit einem Karten-Umsatz von 130 Mrd. Euro eine Kartenakzeptanzquote von 36,1 Prozent erreicht. 60,4 Prozent des Umsatzes erhält der Einzelhandel noch in barer Münze, das entspricht der Summe von 217 Mrd. Euro.
Kartenanteil in nahezu allen Branchen steigend
Der Kartenanteil an den Zahlungsarten ist in nahezu allen Branchen steigend. Selbst in Drogeriemärkten, einer typischen Kleinbetragsbranche, liegt dieser bei 10 Prozent. Lebensmitteldiscounter erhalten rund 20 Prozent ihres Umsatz per Karte, Supermärkte 21 Prozent, große Supermärkte (zwischen 2.500 und 5.000 qm Verkaufsfläche) 25 Prozent und SB-Warenhäuser sogar mehr als 37 Prozent. City-Kauf- und Warenhäuser können gar mit einem Anteil von gut 45 Prozent des Umsatzes aufwarten. Einzig beim Textilhandel liegt der bargeldlose Anteil mit 50,4 Prozent noch höher.
Mehr Investitionen in Fingerprint und Co.
Im Vorfeld der EuroCIS 2010, Europas führende Fachmesse für IT und Sicherheit im Handel, vom 02. bis 04. März 2010 in Düsseldorf zeigt sich, dass in allen Branchen mehr Infrastrukturinvestitionen geplant werden als im Vorjahr. Laut Umfrage vom Mai dieses Jahres beabsichtigten von den großen Unternehmen 25 Prozent noch im Jahr 2009 Modifikationen ihrer Zahlungsverkehrsinfrastruktur. Weitere 35 Prozent kündigten dies für 2010 und die Folgejahre an. Noch im Vorjahr hatte die Hälfte der Unternehmen mitgeteilt, vorerst nicht zu investieren. Veränderungen bei den technischen Anforderungen gibt es vor allem durch die Umstellung nationaler Zahlungsverfahren (Migration electronic cash auf girocard) im Rahmen der Einführung der Single Euro Payment Area (SEPA) für Kartenzahlungen und den damit verbundenen Projekten „TA 7.0“ und „EMV“, bei denen es jeweils um die Sicherstellung internationaler Karten-Akzeptanzstandards geht. Auch der weltweite Sicherheitsstandard PCI/DSS (Payment Card Industry Data Security Standard), der Daten von Kreditkartenzahlern, die bei Transaktionen im Einzelhandel erfasst, gespeichert, verarbeitet oder übermittelt werden, vor dem Zugriff unberechtigter Dritter schützen soll, erfordert Modifikationen. „Es sieht allerdings in Anbetracht der strikten Vorgaben der Systembetreiber mehr nach einem notwendigen als nach einem freiwilligen Schritt der Händler aus, wenn genau diese Systeminnovationen on top auf der Investitionsagenda stehen,“ so Horst Rüter, Leiter des Forschungsbereichs Zahlungssysteme Mitglied der Geschäftsleitung des EHI.
Darüber hinaus ist auch die Auseinandersetzung mit Verfahrensinnovativen wie „kontaktloses Bezahlen“, „Mobile bzw. Handy-Payment“, „Self-Payment“, „digitaler Unterschriftenerfassung“ oder „Fingerprint-Identifikation“ durchaus im Aufgabenkatalog der Handels-IT-Manager enthalten. Ulrich M. Kipper, Geschäftsführer der it-werke Technology GmbH, sieht im Bezahlen mit Fingerprint gleich drei Vorteile: „Es reduziert den Bargeldanteil und die damit verbundenen Folgekosten. Es bringt Geschwindigkeitsvorteile und Effizienzgewinne, weil mit einer Aktion mehrere Prozesse abgewickelt werden können. Es bietet dem Kunden mehr Komfort und schafft damit zusätzliche Loyalität.“ Die wichtigsten technischen Weiterentwicklungen sieht Kipper in der Kombination mit Kundenkarten, der Bereitstellung von Customer Relationship Modulen, der multi-store und multi-brand Fähigkeit, standardisierten Schnittstellen sowie der Einbindung in alle wesentlichen Kassensysteme im deutschsprachigen Raum und einer zentralen Registrierung. Momentan setzt sich das Bezahlens per Fingerprint jedoch noch eher zögerlich durch, dazu Kipper: „Es ist das Henne-Ei Problem. Ohne Infrastruktur bei den Händlern gibt es keine breite Kundenakzeptanz und ohne breite Kundenakzeptanz entsteht nur sehr langsam eine geeignete Infrastruktur beim Händler.“
Eng verbunden mit dem Thema Zahlungssysteme ist auch der Bereich elektronische Kundenbindungssysteme. Verena Brunckhorst, Marketing Managerin der Payzone GmbH, schätzt hier die momentanen Entwicklungen wie folgt ein: „Das Potenzial elektronischer Kundenbindungsprogramme als Instrument zur Umwandlung zufälliger Kundenkontakte hin zu Stammkunden wird vom deutschen Handel erkannt. Erfahrungen zeigen jedoch, dass die Einführung eines Kundenbindungsprogramms alleine noch keine Erfolgsgarantie für den Händler darstellt. Die Ausgestaltung der Programmfunktionen, angelehnt an das individuelle Leistungs- und Produktportfolio, spielt eine entscheidende Rolle.“ Besonders zukunftsträchtig schätzt Brunckhorst solche Kundenbindungsprogramme ein, die ihre Vorteile durch den Zusammenschluss mehrerer Anbieter in einem Partnerprogramm begründen: „Vor allem lokale City-Initiativen und Marketing-Bündnisse zeigen wachsendes Interesse an Kooperationen, die beiden Seiten, Händlern wie Kunden, attraktive Mehrwerte bieten können.“ Zur EuroCIS präsentiert Payzone Full-Service-Dienstleistungen für die unterschiedlichsten Bereiche des Handels von Hardware, Software, Prepaid-Produkten, Kunden-, Flotten-und Geschenkgutscheinkarten bis hin zu elektronischem Cash-Processing.
Die EuroCIS 2010 ist für Fachbesucher von Dienstag, 02.03.2010, bis Donnerstag, 04.03.2010, täglich von 10.00 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Die Tageskarte kostet 20 Euro (15 Euro im Online-Vorverkauf + Versand), das Zwei-Tages-Ticket 35 Euro (27 Euro im OVV + Versand). Studenten und Auszubildende zahlen 10 Euro. Alle Eintrittskarten beinhalten die kostenlose Hin- und Rückfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln des Personennahverkehrs (VRR). Weitere Informationen rund um die EuroCIS erhalten Sie im Internet unter www.eurocis.com.
Ihr Presse-Kontakt:
Dr. Cornelia Jokisch, Tanja Karl
Tel.: +49 (0)211/4560-998/-999,
Fax: +49 (0)211/4560-8548
Email:
Dezember 2009
|
[54 kb] |
RTF Download |

Messe Düsseldorf