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Retailbranche stellt die Weichen für die Zukunft: Mit „Green-IT“ Energie sparen, Kosten senken, Kunden gewinnen

EuroCIS 2010 präsentiert vielfältige „grüne“ Lösungen für IT und Sicherheit im Handel

 

Der deutsche Einzelhandel interessiert sich bei seinen IT-Systemen in Filiale und Zentrale zunehmend für Lösungen, die weniger Energie verbrauchen und den Gedanken der Corporate Social Responsibility aufgreifen. Dies ergab eine Blitzumfrage unter den Ausstellern der EuroCIS 2010, Europas führende Fachmesse für IT und Sicherheit im Handel, vom 02. bis 04. März 2010 in Düsseldorf.  

„Das Thema Nachhaltigkeit wird für den Handel, national wie international, in den nächsten Jahren weiter an Bedeutung gewinnen. Eine Sortimentspolitik, die auf nachhaltige Produkte setzt, eröffnet dem Händler die Chance, sich von Wettbewerbern zu differenzieren. Nachhaltigkeit wird für den Handel aber auch unter Kostengesichtspunkten sowie vor dem Hintergrund des Corporate Citizenship-Gedanken immer wichtiger. Steigende Energiekosten und die Diskussion um den Klimawandel rücken auch den Ressourcenverbrauch der Infrastruktur ins Blickfeld der Betrachtung. Energieeffiziente Geräte werden hier sowohl den ökologischen wie auch den ökonomischen Ansprüchen gerecht“, so  Daniel Joha, Head of Retail Marketing Management bei Mettler Toledo.

Stefan Clemens, Area Industry Leader Retail & Hospitality der NCR GmbH unterstreicht, dass während sich die Differenzierungsmerkmale von IT-Hardware häufig erst auf den zweiten Blick offenbaren, effiziente, umweltfreundliche Lösungen Einzelhändlern einen ganz entscheidenden Zusatznutzen und damit ein wichtiges Kriterium für die Kaufentscheidung liefern.

Der Hauptgrund des Handels bei Modernisierungsmaßnahmen auf „Green-IT“  zu setzten sind zunächst Kostenreduzierungen. Laut Winfried Nolte, Product Marketing Manager/ Head of System Marketing, Wincor Nixdorf International GmbH haben gerade große Händler aufgrund ihrer hohen IT-Kosten die Spareffekte erkannt und Interesse an „grünen“ Lösungen. Seiner Meinung nach partizipieren die kleinen selbständigen Händler zwar davon, sind aber nicht die, die es strategisch betrachten.

Bei denjenigen, die bei Ihren Kaufentscheidungen bereits jetzt strategisch vorgehen und kostenreduzierende sowie nachhaltige Lösungen favorisieren, spielt auch der Marketingaspekt eine wichtige Rolle. „Produkte, die aus einer umweltfreundlichen Produktion stammen, bieten dem Handel ausgezeichnete Verkaufsargumente. Bei vielen Ausschreibungen ist die Umweltverträglichkeit der Produkte ein entscheidendes Kriterium“, so  Frank Schenk, Senior Manager Business Unit / Professional Graphics & Systems Devices der Epson Deutschland GmbH.

Allerdings wird in Deutschland umweltbewusstes Handeln momentan noch überwiegend nicht öffentlich kommuniziert, weil der Hauptgrund für energiesparende Investitionen in der zu erwartenden Kostenentlastung liegt. Hingegen nutzen Einzelhandelsunternehmen in anderen europäischen Ländern, vor allem in Großbritannien, umweltschonende IT-Lösungen strategisch, indem sie damit den Verbrauchern demonstrieren, dass sie sich dem Umweltschutz verpflichtet fühlen. Umweltbewusstes Handeln hat auch in Deutschland ein enormes Potenzial, um sich besser gegenüber Wettbewerbern zu positionieren, weshalb dieser Aspekt bei IT-Investitionen zunehmend an Bedeutung gewinnen wird.

 

Die Spezialanbieter für IT im Handel haben die Marketingkraft von „Green-IT“ bereits erkannt und zeigen ihren Kunden aus dem Handel auf, wie auch sie diese für ihr Unternehmen nutzen können. „Viele Epson Produkte führen als Umweltzertifikat den Blauen Engel, den Energy-Star oder andere Auszeichnungen. Diese Zertifikate und Ergebnisse stellen wir unseren Kunden in Marketingmaterialien als Argumentationshilfen bereit“, so Fran Schenk, Epson.

Zahlreiche IT-Anbieter leben dem Handel bereits Corporate Social Responsibility vor, wie z.B. die Citizen Systems Europe GmbH: „Beim Marketing haben wir es bisher soweit umgesetzt, dass wir weitestgehend auf gedruckte Produktinformationen und Handbücher verzichten. Gedruckte Informationen sind nur noch „on Demand“ verfügbar und werden ansonsten digital zur Verfügung gestellt. In der Produktentwicklung gibt es konkrete Ansätze unsere Produkte grüner zu machen. Da wir dies aber nur als Teil unserer Verantwortung sehen, haben wir z.B im letzten Jahr unsere Logistik umgestellt. Bis 2008 haben unsere Kunden die Ware direkt in Japan bezogen und größtenteils per Luftfracht nach Europa geholt. Mit der Eröffnung eines Europäischen Zentrallagers haben wir dies auf die ökologischere Seefracht umgestellt“, erläutert Jörk Schüßler, Sales and Marketing Manager Mini/POS Printer bei Citizen.

Auch Motorola Enterprise Mobility Solutions lebt den Nachhaltigkeitsgedanken vor: „Motorola hat seit 2005 seine CO2-Bilanz um 20 Prozent reduziert und setzt verstärkt auf erneuerbare Energien, um seine Niederlassungen mit Energie zu versorgen“, merkt Olaf May, MSSI Vice President Central Europe von Motorola an.

Die Palette spezieller „grüner“ Lösungen für den Handel ist groß, wie z.B. die mobilen Terminals der Höft & Wessel AG. Dazu Peter Claussen, stellvertretender Vorstandsvorsitzender: „Schon jetzt sorgen unsere mobilen Terminals für effiziente Prozesse. Unsere Geräte, die in der Handelslogistik eingesetzt werden, tragen z.B. mit entsprechender Routenplanung zu weniger Leerfahrten bei und sorgen zusammen mit der mobilen Erfassung und Sendung der Daten an das Warenwirtschaftsystem für eine optimierte Warenwirtschaft.“  

NCR setzt mit seinem patentierten Zwei-Seiten-Thermodruck-Verfahren auf nachhaltige Technologie. Der Kassenbon wird auf der Vorder- und Rückseite bedruckt, dadurch sind Einzelhändler in der Lage, den Papierverbrauch für Kassenbelege um bis zu 45 Prozent zu reduzieren, Kosten zu senken und einen wertvollen Beitrag für die Umwelt zu leisten.

Die  IGEL Technology  der Igel Technology GmbH ist ISO 14001-zertifiziert und verfügt somit über ein Umweltmanagementsystem zur Verbesserung des Umweltschutzes im Einklang mit wirtschaftlichen, sozialen und politischen Erfordernissen. IGEL Thin Clients weisen eine hohe Lebensdauer von 6-8 Jahren auf und produzieren über 50% weniger Elektroschrott als ein PC.  Auf seiner Webseite stellt das Unternehmen viele Informationen zum Thema „Green IT“ zur Verfügung, inklusive eines CO2-Rechners, der aufzeigt, wie viel CO2  und Strom ein Unternehmen einsparen kann, in dem es von PCs auf Thin Clients umsteigt.

Wincor Nixdorf setzt auf stromsparende Betriebsmodi und den Kundendialog: „Z.B. verwenden wir in unseren Kassen- und Kiosksystemen stromsparende Prozessortechnologie und seit neuesten energieeffiziente 80PLUS Netzteile. Unsere aktuelle BA8x Bildschirmlinie und der Kassendrucker TH230 werden automatisch in stromsparende Betriebsmodi geschalten. Desweiteren besprechen wir intensiv mit unseren Kunden die Nutzung der Powermanagement Eigenschaften unserer Systeme, um in den inaktiven Phasen, in den stromsparenden Sleep bzw. Standby Modus zu schalten. Bei Einsatz der heute verfügbaren energieeffizienten Technologien lässt sich der Stromverbrauch und somit der CO2-Ausstoss im Vergleich zu früheren Technologien um 30% - 70% reduzieren“, erklärt Winfried Nolte.

Ähnliche Lösungen sind auch in der Sicherheitstechnik möglich,  wie ADT mit seinem SmartEAS®-System beweist: „Per Remote Control kontrolliert der Sensormatic® Local Device Manager die Funktionsfähigkeit der EAS®-Systeme, behebt Störungen und aktualisiert die Firmware. Dabei regelt das System den Energieverbrauch der Peripherie-Geräte über das Schalten in den stromsparenden Standby-Modus. Ein anderes Bespiel aus dem Bereich Videokontrolle ist die sukzessive Nutzung IP-basierter Systeme, die zu einer deutlichen Stromersparnis führen“, sagt  Marco Lange, Sales Director Retail, ADT Sensormatic GmbH.

Diese Beispiele machen deutlich, welch großes Potenzial in der Modernisierung der gesamten IT-Landschaft des Einzelhandels steckt. Tudor Andronic, Retail Business Development Manager von Bizerba, fasst die Komplexität und den Auftrag von Green-IT wie folgt zusammen: „Green IT heißt nicht nur permanent weniger Energie pro Output einsetzen, sondern alle IT Prozesse und Systeme messen oder messbar machen, wie einen Carbon Footprint. Ziel der Übung ist es, ein messbares Kriterium zu haben, um eine permanente Verbesserung deutlich und steuerbar zu machen. Für mich ist der größte Vorteil von Green-IT, dass alte Strukturen zu neuen Denkweisen forciert sowie Innovationen und Änderungen generiert werden, denn ohne Wandel kein Vorschritt.“

 

Die detaillierten Ausstellerantworten der EuroCIS Blitzumfrage zum Thema Green-IT sind ab sofort per E-Mail an  abrufbar sowie im Internet unter www.eurocis.com.  Die EuroCIS 2010 ist für Fachbesucher von Dienstag, 02.03.2010, bis Donnerstag, 04.03.2010, täglich von 10.00 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Die Tageskarte kostet 20 Euro (15 Euro im Online-Vorverkauf + Versand), das Zwei-Tages-Ticket 35 Euro (27 Euro im OVV + Versand). Studenten und Auszubildende zahlen 10 Euro. Alle Eintrittskarten beinhalten die kostenlose Hin- und Rückfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln des Personennahverkehrs (VRR). Weitere Informationen rund um die EuroCIS erhalten Sie im Internet unter www.eurocis.com .

Ihr Presse-Kontakt:
Dr. Cornelia Jokisch, Tanja Karl
Tel.: +49 (0)211/4560-998/-999,
Fax: +49 (0)211/4560-8548

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Januar 2010

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