Ihr EuroShop-Besuch: Ausgewählte Themen direkt auf Ihr Smartphone!

Interview mit Oliver Leheis, Senior Marketing Manager bei der Messe Düsseldorf

08.02.2017

Auf den Punkt informiert werden Besucher der EuroShop in diesem Jahr mit einer neuen Funktion der kostenlosen EuroShop-App. Hiermit erhalten sie während ihres Messebesuches via Beacons und Geofences Informationen zu genau den Themen, die sie selbst vorher bestimmen können. Wie das funktioniert, erklärt Oliver Leheis im Interview.

Bild: Mann blickt auf ein Smartphone, hält das Logo der EuroShop in der Hand; copyright: Messe Düsseldorf

Oliver Leheis, Senior Marketing Manager bei der Messe Düsseldorf; © Messe Düsseldorf

Herr Leheis, die EuroShop-App kennen wir ja bereits. Was ist das Neue?

Oliver Leheis: Das Neue ist, dass Besucher jetzt ganz genau die Produktbereiche festlegen können, über die sie auf der Messe informiert werden möchten. Unterteilt sind die Themen in unsere 7 Dimensionen: Shop Fitting & Store Design, POP Marketing, Lighting, Visual Merchandising, Food Tech & Energy Management, Expo & Event Marketing und schließlich Retail Technology/EuroCIS. Aus diesen Bereichen kann der Besucher beliebig viele auswählen.

Wo bekomme ich die App und wie markiere ich die Themenbereiche?

Leheis: Die EuroShop Messe-App ist kostenlos im App Store für iOS und Android Smartphones erhältlich. Wenn Sie hier Informationen über die Aussteller abrufen und sich ein Interessensprofil anlegen, werden die Produktkategorien markiert, die Sie interessieren.

Und was passiert dann?

Leheis: Wenn Sie die Bluetooth-Funktion am Smartphone aktivieren, können Sie die iBeacon-Signale empfangen, die von den Ständen derjenigen Aussteller gesendet werden, die diesen Service anbieten. Dort sind Sender angebracht, die in der näheren Umgebung Nachrichten senden.

Ein Beispiel?

Leheis: Ein Besucher, der nach neuen Beleuchtungslösungen sucht und sich für das Thema ePayment interessiert, könnte beispielsweise die beiden EuroShop-Dimensionen: Lighting und Retail Technology abonnieren. Nähert sich der Besucher dem Signal, erhält er eine Push-Nachricht auf dem Smartphone.

Welchen Nutzen sehen Sie in der neuen Funktion?

Leheis: Dieser Service soll den Besuch der EuroShop für alle Beteiligten noch effizienter machen. Für den Besucher hat die Eingrenzung der interessanten Themen und Produktkategorien den Vorteil, dass er viel relevantere Nachrichten erhält. Für den Aussteller liegt der Vorteil darin, dass er seine Interessenten ohne Streuverluste erreicht – und das interaktiv.

Die Beacons und das Geofencing sind ja nicht bloß Technologien, die dem Besucher Informationen zuspielen. Darüber hinaus erhält der Aussteller nach der Messe eine ausführliche Analyse der erworbenen Daten. Das sind auch die Mehrwerte, die im stationären Einzelhandel an Beliebtheit gewinnen.

Die iBeacons sind aufgrund ihrer Reichweite eher für den Innenbereich geeignet. Außerhalb der Hallen nutzen Sie deshalb auch Geofences, um die Besucher zu informieren.

Leheis: Ja, das stimmt. Neben den Beacons, die via Bluetooth einen Radius von circa 40 Metern erreichen, bieten wir auch Geofences an. Hierbei wird eine "virtueller Zaun" um eine GPS-Koordinate erstellt – wobei der Radius unbeschränkt und deshalb für die Außenbereiche und den Weg zum Messegelände hin gut geeignet ist. Auch mit dieser Technologie erhält der Appbenutzer Pushnachrichten beim Eintritt in die Zone. Dazu müssen im Smartphone die Location Based Services aktiviert sein, also die GPS-Funktion. Der Nutzer muss sowohl der Bluetoothnutzung als auch der GPS-Funktion zustimmen.

Wie können Aussteller die Funktion an ihrem Stand installieren?

Leheis: Dieser Vorgang läuft über die Messe Düsseldorf. Hier können unterschiedliche Pakete gebucht werden, die sich unter anderem darin unterscheiden, wie viele Beacons eingesetzt werden sollen und wie genau die Informationen gestreut werden sollen.

Wir hoffen, die Besucher der Messe können vom neuen Service profitieren und ihren Aufenthalt noch besser nutzen.

Weitere Informationen zu den Location Based Services gibt es hier.
Autor: Natascha Mörs; EuroCIS