Vom Hörsaal in den Handel. Wissenschaftspreis als Karrierebeschleuniger

Foto: Preisträger ; copyright: EHI

27.06.2017

In Zeiten tiefgreifender Veränderungen durch rasante technologische Entwicklungen braucht der Handel den akademischen Nachwuchs mehr denn je. Als attraktiver Arbeitgeber wird der Einzelhandel allerdings selten von Studenten und Absolventen wahrgenommen. Die Laufbahnen der Wissenschaftspreisträger Laura Steden, Beste Bachelorarbeit 2011, und Christian Fester, Beste Bachelorarbeit 2009, erzählen jedoch eine andere Geschichte.

Absolventen, die ihre eigene Erfolgsgeschichte im Handel schreiben möchten, können sich noch bis einschließlich 30. September 2017 für den Wissenschaftspreis 2018 bewerben.

International erfolgreich

„Der Gewinn des Wissenschaftspreises hatte sicherlich einen positiven Einfluss auf meinen Werdegang. Die positive Berichtserstattung und Resonanz war eine gute Möglichkeit, um bereits als junge Nachwuchskraft auf mich aufmerksam zu machen“, resümiert Laura Steden. Sie wurde 2011 für ihre Bachelorarbeit zum Thema „Personalrekrutierung durch die Analyse digitaler sozialer Netzwerke“ von EHI und GS1 Germany ausgezeichnet. Nach dem dualen Studium bei der Rewe und dem Erfolg beim Wissenschaftspreis 2011 startete Steden ihre Handelskarriere als Einkaufsbeauftragte bei der Rewe und schnupperte damals schon internationale Handelsluft. Ihre drei Jahre andauernde Tätigkeit als Referentin der Geschäftsführung bei Penny bot ihr anschließend die Möglichkeit, die Umstrukturierung des Unternehmens aktiv mitzugestalten.

Mit essenziellen Erfahrungen im Gepäck setzte Steden ihren internationalen Werdegang fort und landete als Business Development Managerin Food bei der Rewe Far East in Bangkok. Bis heute hat sich Laura Steden zur Senior Beraterin in der internen Beratung der Rewe Group entwickelt und begleitet mit ihrem Know-how aktuelle strategische Projekte für die gesamte Rewe Group.

Treue zu Wissenschaft und Handel

Christian Fester – heute Bereichsleiter im Vertrieb von Lidl International – konnte die Jury des Wissenschaftspreises im Jahre 2009 mit seiner Bachelorarbeit mit dem Schwerpunkt Lieferdienst für Lebensmittel überzeugen. Handelsunternehmen wurden schnell auf den damals 23-jährigen und seine Abschlussarbeit aufmerksam. Doch Fester blieb dem Unternehmen, in dem er auch seine Bachelorarbeit geschrieben hatte, treu. Hier konnte Fester sein Wissen und die Erkenntnisse aus seiner Bachelorarbeit anwenden und sich schnell eigenverantwortlich mit damaligen Zukunftsthemen des Unternehmens auseinandersetzen. Es folgten zahlreiche weitere Karriereschritte innerhalb des Unternehmens – eine Zeit, in der Fester und auch sein Arbeitgeber die Wissenschaft nie aus den Augen verloren haben.

„Gerade die Aufgeschlossenheit gegenüber den Themen Bildung und Wissenschaft fasziniert mich an meinem Arbeitgeber. Lidl bzw. die Schwarz-Gruppe kooperiert direkt sowie indirekt mit der Wissenschaft“, berichtet Christian Fester. So gab ihm sein Arbeitgeber ausreichend Freiraum, sein Studium fortzusetzen. Erst kürzlich hat Fester seine Masterarbeit im Studiengang Digitonal Pioneering an der Zeppelin Universität Friedrichshafen fertiggestellt, die gezielt an seine Gewinnerarbeit aus dem Jahre 2009 anknüpft.         

Erfolgsgeschichten aus dem Handel, die zeigen, dass die Handelsbranche für junge Talente vielfältige und spannende Entwicklungsmöglichkeiten bietet, und die Anreiz bieten, sich für den Wissenschaftspreis 2018 zu bewerben. Die Möglichkeit zur Anmeldung besteht noch bis einschließlich 30. September 2017. Die Gewinner werden am 28. Februar 2018 im Rahmen der internationalen Fachmesse EuroCIS in Düsseldorf feierlich gewürdigt. An der Verleihung nehmen Spitzenkräfte der deutschen Wirtschaft teil. 

Unternehmen, die Interesse daran haben, junge Talente zu fördern, und Unterstützung bei der Entwicklung und Umsetzung spannender Projekte brauchen, bietet außerdem www.ehi-retail-talents.de eine ideale Plattform für die Suche nach Studenten und Praktikanten. EHI-Mitglieder können die Recruiting-Plattform kostenlos nutzen. 

Quelle: EHI Retail Institute