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„Urgestein“ verkauft erfolgreich in Düsseldorf

„Urgestein“ verkauft erfolgreich in Düsseldorf


© Schellbach
Interview mit Horst-Dieter Glass, hdg-Tresore

„Privatier“ steht auf seiner Visitenkarte. Horst-Dieter Glass ist eigentlich im Ruhestand, hat seine Firma hdg-Tresore im Jahr 2000 verkauft. Aber zu Messezeiten rückt der 72-Jährige für hdg immer noch aus. Seit 1972 ist er in Düsseldorf auf vielen Messen mit seinen Panzerschränken dabei. Überschlagen sich die Standnachbarn regelmäßig mit technischen Innovationen oder neuem Design, lässt ihn das völlig kalt. In seiner Welt der Tresore hat sich seit Jahren wenig geändert. Ein solides Geschäft sind die Wertschutzschränke bis heute.


Welches war Ihre erste Messe, auf der Sie für hdg ausgestellt haben?


Es war 1970 die Hotelfachmesse Internorga in Hamburg, auf der ich dieses Jahr zum 42. Mal gewesen bin.

Können Sie sich noch an die erste EuroShop erinnern?

Nein nicht direkt, seit 1972 stelle ich in Düsseldorf regelmäßig aus – auf der hogatec, MEDICA, EuroShop, EuroCIS und IMA.

Was hat sich bei EuroShop und EuroCIS aus Ihrer Sicht im Laufe der Jahre geändert?

Es ist erstaunlich, wie die Elektronikwelt auch den Handel beeinflusst. Immer wieder neue Technologien, auf die sich der Handel umstellen muss, um nicht den Anschluss zu verpassen. Hier gibt es Aussteller, die von Jahr zu Jahr ihr Angebot verändern müssen. Man kennt sich nach ein paar Messen und begrüßt sich schon beim Messeaufbau herzlich. Neue Mitarbeiter werden mir – dem Urgestein – vorgestellt und immer muss es ein neuer Messewitz sein, den ich auf Lager haben muss. Auch bei Besuchern heißt es oft: Kein Messebesuch ohne einen Kurzbesuch bei hdg,

Wie hat sich ihr Angebot im Laufe dieser Jahrzehnte gewandelt?

Bis 1995 galt die Deutsche Norm Klasse A, B, C, D und E – ab 1995 die EU-Norm, welche die alte deutsche fast übernommen hat. Heute gelten noch Klasse A und B, dann folgen die Euro-Norm-Klassen 1 bis 5 für Wertschutzschränke. Eine weitere Änderung ist nicht vorgesehen – die Geldschrankbranche ist überschaubar. Nur mit guter Dienstleistung – liefern, aufstellen – und dem Preis-Leistungs-Verhältnis kann man heute noch neue Kunden gewinnen. Mit einem neu gewonnenen Filialisten hat man auf Dauer das beste Geschäft, einem Einzelhändler verkaufe ich einen Schrank für die Firma und einen weiteren für seinen Privatbereich.

Im Privatbereich sind es die Numismatiker, Philatelisten und Sammler, denken Sie an die Damen die ihren Schmuck sichern müssen. Die Angst vor Verlust bei Feuer, Wasserschäden und Diebstahl wird es immer geben.

Haben Sie Angst, dass es irgendwann gar kein Bargeld und damit keine Geldschränke mehr gibt?

Nein, Bares wird es immer geben, selbst bei den Mineralölgesellschaften wird immer noch circa 50 Prozent des Umsatzes bar und nicht mit Karten bezahlt. Beim Einzelhandel gilt immer noch Bargeld. Hier ist der Kartenumsatz bei circa 25 Prozent.

Heute passt alles Wichtige auf kleinen Datenträger. Werden Ihre Tresore immer kleiner?

Die Datenträger sind kleiner geworden, das stimmt, aber jetzt gibt es Kombi-Schränke die den Anforderungen Schutz für Datenträger und Papier-Akten hohen Feuerwiderstand bieten.

Wie fanden Sie die EuroCIS 2012?

Die Messe Düsseldorf ist von der Anmeldung bis zum Messeende sehr gut organisiert und als Aussteller fühlt man sich wohl.

Viele Aussteller nutzen die Messe vor allem zur Kontaktpflege. Sie wollen auch verkaufen. Wie erfolgreich waren Sie dieses Jahr?

Bei mir gilt der Grundsatz: Eine Messe, auf der ich nicht mit dem geschriebenen Umsatz die Messekosten gedeckt habe, wird nicht mehr bestückt. Man kann sich nicht nur auf das Nachgeschäft verlassen. Auch dieses Jahr war das Messegeschäft gut. Wir bleiben als Aussteller.

Interview: René Schellbach, EuroCIS.com

01.04.2012

 
 
 

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