Vom Bargeld über die Karte bis zur Smartwatch: Bezahlen wird vielfältiger, schneller und mobiler. Für Händler bedeutet das, den Zahlungsvorgang neu zu denken: als flexiblen nahtlosen Teil der Customer Journey statt als isolierten letzten Schritt an der Kasse.
Auf der EuroCIS 2027 zeigen internationale Aussteller die Zahlungstechnologien, mit denen sich Bezahlprozesse zukunftsfähig gestalten, absichern und in das gesamte Einkaufserlebnis integrieren lassen.
Was bedeutet Future Payment?
Future Payment beschreibt die Vielfalt und Vernetzung moderner Zahlungsmethoden über alle Touchpoints hinweg – von Bargeld, Karte und Mobile Payment über Biometrie bis zu Instant Payment und digitalen Währungen. Die Kernidee dahinter: Bezahlen löst sich vom klassischen Kassenpunkt und wird zu einem nahtlosen Teil des gesamten Einkaufserlebnisses. Das kann bedeuten, dass die Zahlung automatisch im Hintergrund abläuft, sobald Kundschaft den Store mit den Artikeln verlässt, oder dass sie per Smartphone direkt am Regal abgeschlossen wird.
Future Payment ergänzt damit das Hot Topic Future Checkout, das den gesamten Checkout-Prozess als vernetztes System betrachtet – von Self-Service über Warenwirtschaft bis zur Personaleinsatzplanung. Gemeinsam liefern beide Themen die Bausteine, mit denen Händler ihre eigene Strategie für den Checkout und Bezahlvorgang von morgen entwickeln können.
Diese Trends prägen den Zahlungsverkehr der Zukunft
Wo Technologieanbieter und Handel zusammenkommen, entsteht das Bezahlerlebnis von morgen – schnell, sicher und nahtlos. Von Mobile Payment und Biometrie bis zu Instant Payment und digitalen Währungen: Lösungen gibt es bereits heute.
Kontaktlose und mobile Zahlungen per Karte, Smartphone oder Smartwatch sind längst keine Nische mehr, sondern werden zum Standard und haben großes Wachstumspotenzial. Gleichzeitig verändern Self-Checkout-Angebote und Smart Carts, wo und wie bezahlt wird, indem sie den Bezahlvorgang direkt in den Einkaufsprozess integrieren. Invisible-Payment-Konzepte für Automated Stores gehen noch einen Schritt weiter und lassen die Zahlung im Idealfall komplett im Hintergrund ablaufen.
85 % aller stationären Kartenzahlungen im Euroraum laufen bereits kontaktlos.
Fast jede fünfte unbare Zahlung in deutschen Geschäften erfolgte 2025 mit einem Mobile Device.
Ein Drittel aller Point-of-Sale-Transaktionen weltweit erfolgte bereits über digitale Wallets.
Der optimale Zahlungsvorgang passt sich den Erwartungen der Kundschaft an, statt sie ihr vorzugeben: schnell, sicher und überall verfügbar – mit dem Zahlungsmittel der Wahl. Kundschaft erwartet zudem, dass sich Bezahlprozesse vom klassischen Kassenpunkt lösen und zum nahtlosen Teil der gesamten Customer Journey werden, kanalübergreifend zwischen Online und Store.
Für Händler zählen dabei vor allem Kosteneffizienz und reibungslose Prozesse, etwa durch geringere Transaktionsgebühren oder schnellere Abwicklung an der Kasse, aber auch Sicherheit vor Betrug und Zahlungsausfällen spielt eine wichtige Rolle.
Nahtlosigkeit
als neuer Standard
Kundinnen und Kunden erwarten, dass Bezahlen genauso reibungslos verläuft wie der Einkauf selbst – unabhängig davon, ob sie online, per App oder im Store bezahlen. Der Zahlungsvorgang sollte auch kanalübergreifend mit Loyalty-Programmen verknüpft sein.
Wahlfreiheit
statt Einheitslösung
Eine Herausforderung für Händler: Verschiedene Zielgruppen haben unterschiedliche Bedürfnisse: Während jüngere Generationen Wallets und Buy-now-pay-later erwarten, bleibt für andere Bargeld oder Karte mit PIN der vertraute Anker.
Grenzenloses Bezahlen
für internationale Zahlungsvielfalt
Ob Gäste aus Asien, die Alipay oder WeChat Pay erwarten, oder Kundschaft aus den USA, die per Apple Pay und Google Pay bezahlen möchten: Wer die passenden Zahlungsmethoden anbietet, macht sein Angebot auch für internationale Kundschaft anschlussfähig.
Sicherheit, Vertrauen und Ausfallsicherheit im Zahlungsverkehr
Mit der wachsenden Vielfalt an Zahlungsmethoden steigen auch die Anforderungen an Sicherheit und Vertrauen. Stationär braucht es wirksame Betrugsprävention gegen Manipulation an Self-Checkout-Kassen, was an das Hot Topic Loss Prevention anknüpft, online gegen Kartenbetrug und Identitätsdiebstahl. Bei biometrischen Verfahren wie Fingerabdruck- oder Gesichtserkennung rückt zusätzlich der Datenschutz in den Fokus, während regulatorische Vorgaben wie PSD2, die geplante PSD3 oder die Instant-Payment-Verordnung einheitliche Standards vorschreiben. Auch Cybersecurity wird zum zentralen Faktor, da digital vernetzte Zahlungssysteme angreifbar sind.
Ein oft übersehener Aspekt ist die Resilienz gegenüber Systemausfällen: Schweden, ein Land, das als Vorreiter der bargeldlosen Gesellschaft gilt, diskutiert mittlerweile eine gesetzliche Mindestversorgung mit Bargeld, um bei Cyberangriffen, Stromausfällen oder technischen Störungen weiterhin zahlungsfähig zu bleiben.
Innovative Payment-Lösungen auf der EuroCIS 2027
Ob Kontaktlos, Mobile Payment oder Instant Payment, ob POS-Infrastruktur oder kanalübergreifende Integration: Die EuroCIS 2027 zeigt, mit welchen Zahlungstechnologien sich Bezahlprozesse beschleunigen, Sicherheit erhöhen und Personal gezielt entlasten lassen.
Bargeldtechnologien
Cash-Handling-Systeme reduzieren manuellen Aufwand und Fehlerquellen im Umgang mit Bargeld – auch in einer zunehmend digitalen Zahlungswelt bleibt effizientes Cash Management relevant.
Kontaktlose Zahlung
Ob per Karte oder NFC-Chip: Kontaktloses Bezahlen ist im stationären Handel längst zum Standard geworden und beschleunigt den Bezahlvorgang spürbar gegenüber klassischer Chip-und-PIN-Zahlung.
Mobile Payment
Digitale Wallets und App-basierte Zahlungen verlagern den Bezahlvorgang aufs Kunden-Smartphone und verbinden ihn direkt mit Loyalty-Programmen, Coupons oder personalisierten Angeboten.
Biometrische Zahlungssysteme
Fingerabdruck- oder Gesichtserkennung ersetzen PIN und Unterschrift. Sie ermöglichen einen schnellen, kontaktlosen Bezahlvorgang, erfordern aber Vertrauen in den Umgang mit sensiblen Daten.
Instant Payment
Echtzeitüberweisungen ermöglichen sofortige Zahlungsbestätigungen ohne Wartezeit und eröffnen neue Möglichkeiten, etwa für schnelle Rückerstattungen oder direkte Kontoverbindungen am Checkout.
Digitale Währungen
Neben Kryptowährungen rückt insbesondere der digitale Euro als mögliche künftige Zahlungsoption in den Blick – ein Feld, das für den Handel noch am Anfang steht, aber an Bedeutung gewinnen dürfte.
POS-Systeme & Kartenterminals
Moderne Kassensysteme und Kartenterminals bilden gemeinsam die technische Basis, um unterschiedliche Zahlungsmethoden zuverlässig zu verarbeiten und nahtlos in den gesamten Checkout-Prozess zu integrieren.
Mobile POS(mPOS)
Mobile Kassenlösungen ermöglichen es Mitarbeitenden, Zahlungen direkt auf der Fläche entgegenzunehmen, statt Kundschaft an feste Kassenzonen zu verweisen.
Online Payment & Omnichannel-Integration
Eine einheitliche Zahlungsinfrastruktur über alle Kanäle hinweg verbindet Transaktionsdaten aus Online-Shop, App und Store. So lässt sich ein online begonnener Einkauf im Store abschließen oder zurückgeben.
Erleben Sie Future Payment auf der EuroCIS 2027
Entdecken Sie Technologien, Anbieter und Praxisbeispiele
Die EuroCIS bringt Technologieanbieter, Handelsunternehmen, Start-ups sowie Entscheiderinnen und Entscheider aus der internationalen Retail-Technology-Branche zusammen. Für Fachbesucher bietet das Hot Topic Future Payment die Möglichkeit, Lösungen nicht nur theoretisch kennenzulernen, sondern im direkten Marktvergleich zu bewerten.
Marktüberblick gewinnen
Vergleichen Sie Anbieter, Technologien und Konzepte rund um Bezahlung an einem Ort.
Praxisbeispiele erleben
Sehen Sie Live-Demos von Payment-Technologien und lernen Sie mehr über nahtlose Bezahlkonzepte.
Kontakte knüpfen
Treffen Sie Technologieanbieter, Branchenexperten und Retail-Entscheider persönlich in Düsseldorf.
Weiterführende Fachinformationen zum Thema Payment
Wie gestalten Händler Zahlungsprozesse zukunftsfähig? Welche Rolle spielen dabei Kontaktlos-, Mobile- und Instant-Payment-Lösungen? Vertiefende Einblicke in neue Technologien, aktuelle Trends und Anwendungsbeispiele aus der Retail-Technology-Branche finden Sie im EuroShop.mag.
Häufige Fragen zu Payment-Technologien und Bezahltrends
Welche Rolle spielen Selbstbedienungslösungen für die Customer Journey? Welche Vorteile bieten KI-gestützte Checkout-Konzepte für Handel und Kundschaft? Hier finden Sie Antworten auf zentrale Fragen rund um den Checkout der Zukunft.
Welche Kosten fallen bei unterschiedlichen Zahlungsmethoden für Händler an?
Die Kosten für Zahlungsverfahren unterscheiden sich deutlich, und indirekte Kosten wie technischer Integrationsaufwand, Zahlungsausfälle oder Kundenservice werden häufig unterschätzt, sie können laut einer Studie von ibi research und EHI bis zu 50 % der Gesamtkosten ausmachen. Im stationären Handel bleibt Bargeld trotz aufwendiger Abwicklung oft günstiger als elektronische Verfahren, während bei Kartenzahlungen Kreditkarten deutlich teurer sind als Debit- oder Girocard-Zahlungen. Für Händler lohnt sich deshalb eine regelmäßige Analyse der gesamten Kostenstruktur statt nur der reinen Transaktionsgebühren.
Welche Rolle spielt KI im Zahlungsverkehr?
Künstliche Intelligenz verändert Payment auf mehreren Ebenen gleichzeitig.
Über Agentic Commerce können KI-Agenten bereits heute autonom für Kundschaft einkaufen und bezahlen, etwa über ChatGPT oder Google Gemini: Spezielle Protokolle wie Googles AP2 oder das Visa Trusted Agent Protocol hinterlegen dafür die Nutzerabsicht in digitalen Verträgen, gleichen sie mit dem Warenkorb ab und lösen erst dann die Zahlung aus.
Gleichzeitig analysieren Machine-Learning-Modelle riesige Mengen an Transaktionsdaten in Echtzeit, um Betrug zu erkennen, etwa anhand ungewöhnlicher Kauforte, auffälligem Tippverhalten oder verdächtigen Kontoverknüpfungen, oft bevor ein Schaden entsteht. Darüber hinaus unterstützt KI auch Risikobewertungen einzelner Transaktionen und Verhaltensbiometrie zur Authentifizierung ganz ohne Passwort.
Für Händler bedeutet das potenziell höhere Konversionen und weniger Betrugsfälle, aber auch neue Anforderungen an maschinenlesbare Produktdaten und robuste Sicherheitsinfrastruktur.
Was bedeutet der digitale Euro für den Einzelhandel?
Der digitale Euro soll als staatlich abgesichertes Zentralbankgeld das Bargeld ergänzen und Verbraucherinnen und Verbrauchern eine sichere, direkte Zahlungsmöglichkeit bieten. Für Händler bedeutet das eine zusätzliche, voraussichtlich verpflichtend zu akzeptierende Zahlungsmethode – mit entsprechendem Anpassungsaufwand bei Kassensystemen und Prozessen. Der Weg dorthin wird konkreter: Der EU-Gesetzgebungsprozess soll Ende 2026 abgeschlossen werden, für die zweite Jahreshälfte 2027 ist eine Pilotphase mit ausgewählten Zahlungsdienstleistern und Händlern geplant – eine potenzielle Erstausgabe für 2029.
Was ist Wero und welche Relevanz hat es für den Handel?
Wero ist ein europäisches Echtzeit-Zahlungssystem und eine digitale Wallet, betrieben von der European Payments Initiative als Alternative zu internationalen Anbietern wie PayPal. Seit Ende 2025 wird Wero schrittweise auch im Online-Handel nutzbar, seit 2026 gibt es NFC-fähige Zahlungen im stationären Handel. Für Händler bietet Wero potenziell geringere Kosten und Echtzeit-Gutschriften, befindet sich aber noch in einer frühen Rollout-Phase mit begrenzter Reichweite außerhalb der Startländer Deutschland, Frankreich und Belgien.
Was ist Instant Payment und welche Rolle spielt es im Handel?
Instant Payment ermöglicht Echtzeitüberweisungen, bei denen der Betrag innerhalb von Sekunden beim Empfänger ankommt, statt wie bei klassischen Überweisungen erst nach Tagen. Im Handel eröffnet das neue Möglichkeiten, etwa für sofortige Rückerstattungen oder direkte Kontoverbindungen am Checkout, ohne den Umweg über Kartenzahlungssysteme.
Welche Rolle spielen Kryptowährungen im Einzelhandel?
Kryptowährungen wie Bitcoin oder Stablecoins werden zunehmend über Pilotprojekte hinaus im Handel eingesetzt. Händler wie SPAR Schweiz konnten ihre Transaktionskosten im Vergleich zu Kreditkarten um rund zwei Drittel senken. Die Zahlung funktioniert ähnlich wie bei mobilen Zahlungsapps: Kundschaft scannt einen QR-Code, autorisiert die Transaktion in der Wallet, der Betrag wird meist automatisch in die jeweilige Landeswährung umgewandelt. Besonders für international tätige Händler kann das interessant sein, da Zahlungen ohne zusätzliche Bankgebühren oder Währungsumtausch möglich sind.
Wie funktionieren QR-Code-Zahlungen und welche Rolle spielen sie im Handel?
Bei QR-Code-Zahlungen scannt die Kundschaft einen Code an der Kasse oder auf dem Produkt mit dem eigenen Smartphone, um die Zahlung direkt über eine App oder ein Wallet abzuschließen. Alternativ scannt der Händler einen Code, den die Kundschaft auf dem Smartphone anzeigt. Die Methode kommt ganz ohne zusätzliche Hardware wie NFC-fähige Terminals aus und lässt sich daher besonders kostengünstig und schnell einführen.
Im internationalen Kontext sind QR-Code-Zahlungen bereits weit verbreitet, etwa über Alipay oder WeChat Pay, und gewinnen auch in Europa zunehmend an Bedeutung, unter anderem im Zusammenspiel mit Instant-Payment-Lösungen. Für Händler bietet sich damit eine flexible, einfach zu integrierende Ergänzung zu klassischen Kontaktlos- und Mobile-Payment-Optionen.
Für wen ist das Thema Future Payment relevant?
Future Payment ist für alle Handelsunternehmen relevant, die ihre Zahlungsinfrastruktur zukunftsfähig aufstellen und Kundschaft die gewünschte Zahlungsmethode anbieten möchten. Das betrifft den filialisierten Einzelhandel und Warenhäuser ebenso wie das Lebensmittelhandwerk, etwa Bäckereien und Metzgereien, sowie Tankstellen und Convenience Stores, Drogerien und Apotheken. Auch Gastronomiebetriebe und Systemgastronomie, Shopping-Center-Betreiber sowie der Großhandel zählen zur relevanten Zielgruppe, ebenso wie Freizeit- und Hospitality-Anbieter, für die ein reibungsloser, internationaler Zahlungsverkehr besonders wichtig ist.
Besonders interessant ist das Thema für IT- und Digitalisierungsverantwortliche sowie Store- und Filialleitungen, die Kosten, Sicherheit und Kundenerlebnis beim Bezahlvorgang gleichermaßen im Blick haben.
Welche Future-Payment-Lösungen können Besuchende auf der EuroCIS 2027 entdecken?
Warum lohnt sich ein Besuch der EuroCIS 2027 für Payment-Projekte?
Die EuroCIS bringt führende Anbieter von Zahlungstechnologien an einem Ort zusammen. Besuchende erhalten einen umfassenden Marktüberblick und können unterschiedliche Technologien und Lösungen direkt vergleichen.
Vorträge, Use Cases und Praxisberichte auf den Bühnen liefern zudem konkrete Einblicke, wie andere Handelsunternehmen ihre Zahlungsprozesse bereits erfolgreich modernisiert haben. Ergänzt wird das Angebot durch Networking-Möglichkeiten mit Anbietern, Anwendern und Fachleuten aus der Branche, um neue Partner für eigene Projekte zu finden.
Wann und wo findet die EuroCIS 2027 statt?
Die EuroCIS 2027 findet vom 16. bis 18. Februar 2027 auf dem Gelände der Messe Düsseldorf (Stockumer Kirchstrasse 61, 40474 Düsseldorf) statt. Die Öffnungszeiten für Besuchende sind von 10:00 bis 18:00 Uhr.
Bleiben Sie informiert
Retail Technology, Trends und Insights im EuroCIS-Newsletter
Welche neuen Payment-Technologien und Bezahltrends es gibt, erfahren Sie bei uns. Abonnieren Sie unseren Newsletter für regelmäßige Updates zur EuroCIS 2027, zum Hot Topic Future Payment und zu aktuellen Lösungen und Praxisbeispielen aus der Handelsbranche.
Future Payment ist eines von mehreren Themenfeldern, die die Zukunft des Handels prägen. Entdecken Sie weitere Hot Topics der EuroCIS 2027 und erfahren Sie, welche Technologien und Entwicklungen die Retail-Technology-Branche bewegen.